Wiedereröffnung Costa Kiesa

Der Bürgermeister hat die Corona-Pandemie in 2019 zum Anlass genommen, ein Badeverbot und in Folge auch ein Betretungsverbot für die Costa Kiesa zu verhängen. Ein vom Bürgermeister beauftragter Sicherheitsdienst sollte für die Umsetzung sorgen. Ein kostspieliges Unterfangen, dass ohne Beschluss der Gemeindevertretung auf den Weg gebracht wurde. Der Frust der Bevölkerung war groß und ein Großteil der Gemeindevertreter fühlte sich davon überrannt. Sämtliche Anfragen der Fraktionen nach der Notwendigkeit dieser Aktionen blieben ungehört, bzw. wurden vom Bürgermeister und der Amtsverwaltung mit Verweis auf die Gesetzeslage begründet. Nach wenigen Monaten schlugen Kosten von mehreren Hunderttausend Euro zu Buche.

Ein auf Vorschlag des Bürgermeisters von der Gemeindevertretung eingesetzter Koordinator, eine Initiative interessierter Bürger und die neue Leitung im Bereich Bürgerservice im Amt Itzstedt haben sich intensiv mit dem Thema befasst. Am Ende Stand der Beschlussvorschlag einer unbewachten Badestelle. Inzwischen ist der Sicherheitsdienst abberufen und die Costa Kiesa wieder offen – Es geht halt auch anders.

Hier sehen Sie Herrn Jens Kleinschmidt, der stellvertretende Bürgermeister, bei der Wiedereröffnung der Costa Kiesa am 27.8.2021.

Neue Mitte Tangstedt

Die weitere Entwicklung unserer Gemeinde sollte sich neben Gewerbeflächen an den großen Verkehrsachsen B432 und Schleswig-Holstein-Straße auf den Bereich zwischen den einwohnerstärksten Ortsteilen Tangstedt, Wilstedt und Wilstedt-Siedlung konzentrieren. Dieser Bereich gibt die Chance neben dem angestrebten Wohnbau auch Flächen für gemeindliche Aufgaben an zentraler Stelle vorzusehen und mehrere Funktionen wie Grundschule, Neue betreute Grundschule, Bauhof, Sportplatz etc. miteinander zu kombinieren und erhebliche Synergien bei der übergreifenden Nutzung z.B. von Sportflächen und Parkplätzen aber auch in der Gebäude- und Flächenbewirtschaftung z. B. durch gemeinsam genutzte Haustechnik zu erzielen.
Eine solche Fläche für Erziehung, Sport, Kultur, Freizeit und gemeindliche Aufgaben, eingerahmt von Wohnbebauung und freizeitorientiertem Gewerbe zwischen den Ortsteilen Tangstedt, Wilstedt und Wilstedt-Siedlung wäre für den weit überwiegenden Teil der Bürger mit dem Fahrrad, aber natürlich auch gut per ÖPNV oder mit dem Auto erreichbar. Durch die Konzentration und den Neubau mehrerer Funktionen könnten in erheblichem Umfang Kosten für die Gemeinde gespart werden, gleichzeitig aber Bürgern und Mitarbeitern qualitativ hochwertige Gebäude und Freiflächen für die vorgesehenen Funktionen geboten werden.
Die Neue Mitte Tangstedt liegt noch in einem Landschaftsschutzgebiet. Dies ist der niedrigste Schutzstatus. Eine Entlassung aus diesem Status ist möglich, wenn er von der Gemeinde gewollt wird. Vorhandene Knicks können auch bei einer Bebauung der Flächen als strukturierende Elemente und in ihrer ökologischen Funktion insbesondere für Vögel erhalten wer-den. Die ehemalige Kiesgrube im Bereich Harksheider Weg /Glashütter Weg würde davon ausgespart werden und bliebe dem Naturschutz vorbehalten.
Die Realisierung der Neuen Mitte Tangstedt inkl. der von der Gemeinde benötigten Gebäude und Anlagen könnte durch geeignete Investoren nach den Wünschen und Anforderungen der Gemeinde erfolgen. Freiwerdende Flächen der Gemeinde wie z.B. die jetzige Grundschule in Tangstedt oder der Sportplatz in Wilstedt könnten einer neuen Nutzung z.B. für den Wohnungsbau übergeben und ggf. interessante Verkaufserlöse erzielt werden.
Die Neue Mitte Tangstedt ist die Antwort auf eine ganze Reihe von Fragen:
• Ersatz der maroden Grundschule durch Neubau
• Nachhaltige Senkung der laufenden Kosten durch
• effiziente Neubauten (z.B. Heizkosten)
• Synergien zwischen den benachbarten Einrichtungen (z.B. Haustechnik, Parkplatznutzung, Sportflächen- und Sporthallennutzung Schule/Sportverein)
• Zentrale Erreichbarkeit von den einwohnerstärksten Ortsteilen
• Realisierung durch Projektentwickler inkl. öffentlicher Bauten möglich:
• Geringe Belastung unserer Verwaltung mit Realisierung
• Trotzdem volle Kontrolle durch die Gemeindegremien über Art und Weise der Bebauung
• Volle Kostenkontrolle z.B. durch langjährige Leasingverträge für öffentlich genutzte Gebäude und Anlagen
• Erzielung außerordentlicher Einnahmen aus Verkauf nicht mehr benötigter Flächen

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Neue Wohnbauflächen

Es ist ein moderates Wachstum der Einwohnerzahlen zur Erhöhung der Einnahmen aus der Einkommensteuer anzustreben. Das entspricht den Vorgaben des Landesentwicklungsplanes und ist notwendig, um bei Mittelzuweisungen aus Kreis und Land vor dem Hintergrund allgemeinen Wachstums in unserer Region nicht „abgehängt“ zu werden. Auch für die Wahrnehmung Tangstedter Interessen gegenüber dem Kreis oder den Nachbarkommunen ist ein angepasstes Einwohnerwachstum wichtig.

Um den Charakter unserer Gemeinde im Grünen zu erhalten sollte dabei vornehmlich auf Einfamilien- und Doppelhausbebauung gesetzt werden. Für das Funktionieren unserer Gemeinde ist aber auch ausreichender Mietwohnungsbau insbesondere für junge Leute sowie Seniorengerechter Wohnraum (barrierefrei, für 1- und 2-Personenhaushalte, verkehrsgünstig/fußläufig zu ÖPNV bzw. Nahversorgung) notwendig.

Das anzustrebende Einwohnerwachstum sollte sich dabei neben der natürlichen Nachverdichtung in allen Ortsteilen auf die Ortsteile Tangstedt und Wilstedt konzentrieren.

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Gewerbeentwicklung

Gezielte Entwicklung von Gewerbe im Bereich Freizeitgestaltung

Tangstedts Lage vor den Toren Hamburgs inmitten einer Reihe von Naturschutzgebieten und mit der im Landesentwicklungsplan vorgesehenen Rolle als Naherholungsgebiet ist prädestiniert für die Ansiedlung von sanftem, freizeitorientiertem Gewerbe wie z.B. Golfplatz (bereits vorhanden, ausbau-fähig), Kletterpark, Campingplatz, Ausflugslokal, Freibad, etc.
Auch die bereits vorhandenen Angebote im Bereich Reit-bzw. Pferdesport ließen sich gezielt erweitern bzw. ergänzen, um uns als besonders pferde-freundliche Gemeinde etablieren und gewerbesteuerpflichtige Dienstleistungen zu generieren und fördern.
Durch die günstige Lage zum Hamburger Flughafen und zur A7 wäre z.B. auch die Ansiedlung eines Tagungshotels im Bereich der Schleswig-Holstein-Straße denkbar.
Zu diesem möglichen Ausbau der Freizeitangebote sollten konkrete Pläne insbesondere unter Einbeziehung des Geländes rund um die „Costa Kiesa“ erarbeitet und gezielt mögliche Investoren und Betreiber angesprochen werden. Die Ansiedlung entsprechender „sanfter“ Freizeitbetriebe in unserer Gemeinde würde nicht nur zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen eröffnen, sondern auch die Attraktivität für die Bürger Tangstedts erhöhen.

Ausweisung von Gewerbeflächen an den Haupt-Verkehrsachsen B432 und Schleswig-Holstein-Straße

Insbesondere für ortsansässige Betriebe mit aktuellem Flächenbedarf aber auch für Neuansiedlungen sollte die Gemeinde Gewerbeflächen an den tangierenden Hauptverkehrsachsen ggf. auch zusammen mit Nachbarkommunen (z.B. Norderstedt) ausweisen. Nur so kann Tangstedt auf der Einnahmenseite vom Wachstum in der Region profitieren anstatt nur die Lasten (insbesondere Verkehr) zu tragen. Hauptaugenmerk sollte hier auf mittelständischen Handwerksbetrieben oder Betrieben mit ausschließlichen Büroarbeitsplätzen (z.B. aus dem Bereich der Informationstechnik) liegen.

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Wachstum

Die Vorgaben des Landesentwicklungsplanes und die Einordnung Tangstedts als „Achsenzwischenraum“

Der Landesentwicklungsplan ordnet Tangstedt als Achsenzwischenraum mit überwiegender Naherholungsfunktion ein. Damit ist das Einwohner-Wachstum der Gemeinde begrenzt, während die Kommunen im Umfeld von Tangstedt (insbesondere Hamburg, Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Kayhude, Nahe) erheblich wachsen und auch wachsen sollen. Dieses Wachstum um Tangstedt herum führt zu immer mehr Verkehr durch Tangstedt sowie zu mehr Erholungssuchenden z.B. im Tangstedter Forst oder an der „Costa Kiesa“, was wiederum die Ausgaben der Gemeinde erhöht (z.B. Sanierungsbedarf der Gemeindestraßen, Wachdienst „Costa Kiesa“, Abfallentsorgung).

Das unterproportionale Wachstum der Gemeinde führt außerdem zu sinkenden Mittelzuweisungen aus Landes- und Kreistöpfen.
Gleichwohl hat die Gemeinde ihr vom Landesentwicklungsplan zugestandenes Entwicklungspotenzial aktuell nicht ausgeschöpft.

Für eine Einnahmen-Erhöhung ist Ansiedlung von Gewerbe und Einwohner-Wachstum notwendig

Im Bereich Gewerbe stellt sich die Situation so dar, dass derzeit nicht mal die Flächennachfrage von ortsansässigen Betrieben (z. B. Handwerksbetriebe, Handel) befriedigt werden kann. Die Gemeinde Tangstedt läuft damit Gefahr Gewerbebetriebe (und damit die Gewerbesteuereinnahmen) an Nachbargemeinden zu verlieren. Gleichzeitig sind die Folgekosten von Gewerbeansiedlungen weit geringer als beim Wachstum der Einwohnerzahlen. Daher ist vorrangig Gewerbefläche auszuweisen, um die Gewerbesteuereinnahmen zu steigern. Das Gegenargument Verkehr gilt nur sehr bedingt, da die Gewerbeansiedlungen in den Nachbargemeinden ebenfalls zu mehr Verkehr in und durch Tangstedt führen, allerdings ohne dass Tangstedt auf der Einnahmenseite davon profitiert. 

Unsere Gemeinde darf im Rahmen des Landesentwicklungsplanes bis 2030 um 15 %, also um ca. 1000 Einwohner wachsen. Dieses Potential sollte genutzt werden. Allerdings ist zu bedenken, dass neue Einwohner auch Kostensteigerungen z.B. bei Kitas, Grundschule, NBGS, Straßen- und Grünflächenpflege, Verwaltung nach sich ziehen.

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Haushalt

Die laufenden Einnahmen der Gemeinde decken nicht die laufenden Ausgaben

Die wesentlichen Einnahmequellen Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Grundsteuer reichen nicht aus, um die gemeindliche Infrastruktur in einem angemessenen und wünschenswerten Zustand zu erhalten. Begründet ist dies u.a. mit der Struktur Tangstedts, insbesondere ihrer im Verhältnis zur Einwohnerzahl großen Fläche und großräumig verteilten, für sich gesehen z.T. sehr kleinen Ortsteilen. Daraus ergeben sich hohe Pro-Kopf-Kosten im Vergleich zu anderen Kommunen, z.B. für die Unterhaltung des Straßen-netzes, den ÖPNV oder den flächendeckenden Brandschutz. Zitat aus einem Arbeitspapier 2020 des Finanzausschusses: … von der Verwaltung wird wiederholt auf eine notwendige Haushaltskonsolidierung aufmerksam gemacht. Es wird auf die Vorlagen aus Vorjahren verwiesen.

In den nächsten Jahren stehen umfangreiche Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen an

Wesentliche Unterhaltungs- und Ersatzmaßnahmen sind in den vergangenen Jahren aufgrund knapper Mittel immer wieder verschoben worden, müssen aber in      den nächsten Jahren angepackt werden. Dazu gehören u.a.

  • Umbau der Feuerwache Tangstedt (bereits beschlossen und in der Umsetzung)
  • Ersatzneubau der Kita Kunterbunt
  • Erweiterung der Neuen betreuten Grundschule (NBGS)
  • Sanierung der Gemeindestraßen
  • Sanierung oder Neubau der Grundschule
  • Sanierung oder Neubau der Fahrzeughalle/Werkstatt des Bauhofes
  • Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges.

Darüber hinaus bestehen berechtigte Forderungen und Wünsche der Bürger (z.B. größere Sporthalle, Bürgerhaus ), die vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzlage nicht zu erfüllen sein werden.

Die Perspektive Tangstedts – regelmäßige Einnahmen müssen erhöht werden, um unsere Gemeinde lebenswert zu erhalten

Da nachhaltige Einsparungsmöglichkeiten in nennenswerter Höhe im Haushalt fehlen, ist eine Erhöhung der Einnahmenseite notwendig. Kurzfristige Verkaufserlöse aus Grundstücksverkäufen können hilfreich sein, um notwendige Investitionen zu stemmen. Ein Ersatz für einen dauerhaft ausgeglichenen Haushalt mit Raum für Verbesserungen des Gemeinwesens sind sie nicht.

Wachsende Einnahmen würden Spielraum geben, um unsere Gemeinde insgesamt lebenswerter und attraktiver zu machen und das Gemeinwohl zu fördern. Es könnten nicht nur Mindestanforderungen an die gemeindliche Infrastruktur und die Verwaltung dauerhaft erfüllt, sondern auch Anforderungen der Bürger z.B. aus dem Dorfentwicklungskonzept zur Verschönerung unserer Gemeinde umgesetzt werden.  – Qualitatives Wachstum!

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FDP Gemeindevertreter ab 2013

Die neu gewählte Gemeindevertretung wird am 19. Juni zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Die FDP entsendet als ihre Vertreter Bürgermeister Dr. Hans-Detlef
Taube, den bisherigen und auch weiterhin amtierenden Fraktionsvorsitzenden Peter Larsson, sowie Herrn Norbert Otto in den Gemeinderat.

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